kollateralschaden|revisited -
eines tages wachst du auf und weißt, dass sich irgendetwas in deinem leben grundlegend verändert hat - nur was, ist dir nicht ganz klar. du stehst auf, siehst dich um, aber deine wohnung ist chaotisch wie immer. die sonne ist wie üblich auf- und die welt noch nicht untergegangen; du gehst ins bad, siehst in den spiegel und auch da ist alles beim alten: die augenringe sind da, die falten auch, dein teint trüb wie jeden tag. als du in die küche gehst ist auch die kaffeemaschine noch an ihrem alten platz, die ungespülten teller sind da, der dreck auch. du setzt dich, starrst die wand an, die auch noch so ist wie gestern und die tage davor, legst eine cd ein, die die immer gleichen lieder spielt. du kommst einfach nicht auf die veränderung, die doch beim aufwachen noch so deutlich zu sein schien. bis du die erste tasse kaffee getrunken hast und dir beim blick auf dein kaltes, leeres bett plötzlich klar wird, dass du dich an die allnächtliche einsamkeit gewöhnt hast - dein herz hat aufgegeben.
wort-wahl - 09:13 - ::tiefseetauchen::


