Hallo Fr. Wortwahl, ich glaube die spontane Association von Blogs mit einem „Tagebuch“ kommt daher, dass für den der sich dem ganzen zu erstenmal nähert, das auffallendste Unterscheidungsmerkmal von Blogs zu anderen veröffentlichten „Medien“ deren persönlicher Charakter ist. Wenn in einem klassischen Printmedium ein Journalist durch einen anderen ersetzt wird, bleibt der Stil der Zeitung im Großen und Ganzen erhalten. Wenn dagegen du für deinen Blog nicht mehr schreiben würdest ...
Deswegen finde ich es auch nicht treffend die Rolle der Blogs mit der des Journalismus zu vergleichen. (Außer für die Länder, die SugarBlogBanister nennt, in denen der Journalismus unterdrückt wird).
Blogs wären demnach ein von der Persönlichkeit des Schreibenden stark geprägtes Medium – eben scheinbar genau wie bei einem Tagebuch. Der persönliche Charakter ist zwar das auf den ersten Blick auffallendste Merkmal nach außen hin (weil eben die aktuellen Medien so ganz anders sind); aber die technischen und anderen Entwicklungen haben schnell dazu geführt, dass die Möglichkeit, etwas zu veröffentlichen, von sehr vielen natürlich nicht nur für „Tagebücher“ genutzt wird.
Darum hinken die Vergleiche mit dem bereits vertrauten Begriff und sind eher eine Schublade, in die das, was da jetzt neu entsteht, nicht wirklich hineinpasst. Zutreffend finde ich die Beschreibung von SirParker, dass „Online-Tagebücher also eine Teilmenge der gesamten WeBlog"-Welt (sind)“. Der Begriff „Tagebuch“ bringt einen bei einer Definition, was Blogs ausmachen, nicht wirklich weiter, sondern führt nur zu „alten“ Assoziationen, die diesem neuen Phänomen nicht gerecht werden.
man könnte von einer absorption sprechen: blogs integrieren ganz oder teilweise die vom tagebuch altbekannten codes (datum, persönlicher inhalt, vertrautheit, konzeptionelle mündlichkeit). deswegen ist ja der begriff 'online-tagebuch' so beliebt: irgendwie erkennt man das alte phänomen 'tagebuch' eben wieder.
die genese allerdings muss ja vom wissenvermittelnden hin zum persönlichen blog betrachtet werde, andersherum lässt es sich in der geschichte der weblogs nicht festmachen.
rechtens:
betreiberin dieser privaten webseite ist susanne rudloff, 90489 nürnberg, deutschland.
alle rechte für veröffentlichte inhalte liegen bei der autorin, andernfalls wird darauf hingewiesen. die autorin distanziert sich von den inhalten gelinkter seiten und macht sich diese nicht zu eigen.
Deswegen finde ich es auch nicht treffend die Rolle der Blogs mit der des Journalismus zu vergleichen. (Außer für die Länder, die SugarBlogBanister nennt, in denen der Journalismus unterdrückt wird).
Blogs wären demnach ein von der Persönlichkeit des Schreibenden stark geprägtes Medium – eben scheinbar genau wie bei einem Tagebuch. Der persönliche Charakter ist zwar das auf den ersten Blick auffallendste Merkmal nach außen hin (weil eben die aktuellen Medien so ganz anders sind); aber die technischen und anderen Entwicklungen haben schnell dazu geführt, dass die Möglichkeit, etwas zu veröffentlichen, von sehr vielen natürlich nicht nur für „Tagebücher“ genutzt wird.
Darum hinken die Vergleiche mit dem bereits vertrauten Begriff und sind eher eine Schublade, in die das, was da jetzt neu entsteht, nicht wirklich hineinpasst. Zutreffend finde ich die Beschreibung von SirParker, dass „Online-Tagebücher also eine Teilmenge der gesamten WeBlog"-Welt (sind)“. Der Begriff „Tagebuch“ bringt einen bei einer Definition, was Blogs ausmachen, nicht wirklich weiter, sondern führt nur zu „alten“ Assoziationen, die diesem neuen Phänomen nicht gerecht werden.
die genese allerdings muss ja vom wissenvermittelnden hin zum persönlichen blog betrachtet werde, andersherum lässt es sich in der geschichte der weblogs nicht festmachen.