Weekly news

Mittwoch, 7. Mai 2008

erkenntnis -

seit ich umgezogen bin, beschleicht mich immer wieder das seltsame gefühl, meine nachbarn wären nicht ganz bei trost. was aber auch an mir liegen könnte. jetzt aber habe ich den beweis dafür.

neulich am schwarzen brett gefunden:

hilfe! ich wohne in einem schullandheim.

um 22:00 uhr ist bettruhe. hätte ich vor meinem umzug gewusst, dass dieses haus eigentlich ein schullandheim ist, hätte ich mir noch schnell einen neuen schlafsack gekauft.
Dagger - 11:18

Um diese Zeit habe ich gestern noch nicht einmal zu Mittag gegessen. Geschweige denn die nötige Bettschwere erreicht ^^

#arme miss wort-wahl

wort-wahl - 13:52

frag mich mal. ich lass mich doch nicht von den nachbarn um zehn ins bett schicken... am ende noch ohne nachtisch oder was?! ^^
diGriz - 11:26

Was die werten Nachbarn meinen, ist die gesetzliche Nachtruhe, die (üblicherweise) von 22:00 bis 06:00 Uhr gilt. In der Zeit soll Lärm vermieden und sämtliche Geräte auf sogenannte Zimmerlautstärke gestellt werden. (Einem jungen Mieterpaar wurde vom Amtsgericht Rendsburg gegen Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 255.000 Euro oder Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten verboten, nach 22:00 und vor 06:00 Uhr die Nachtruhe im Mietshaus zu stören, "insbesondere durch lautes Gestöhne, Geschreie und Gerede".)

"Three exclamation marks - the sure sign of an insane mind."
-- Terry Pratchett

wort-wahl - 13:53

schon klar, dass die die nachtruhe meinen. dann sollen sie's aber auch hinschreiben, sonst sehe ich mich nämlich gezwungen, den hinweis einfach zu ignorieren. ha!
diGriz - 15:05

Bettruhe... hmm... bedeutet das nicht, dass dann im Bett Ruhe ist? Solange Sie die laute Party dann im Wohnzimmer haben, dürfte doch alles in Ordnung sein.

Diese Nachbarn sollten aufhören ihre Ohren an die Wand zu kleben... Lauschangriff !!!

wort-wahl - 13:54

die nachbarn haben die ohren überall. und die augen. und die kinder. und nicht mehr alle tassen im schrank, aber das ist nur eine vermutung.
diGriz - 15:08

Sind denn die Autoren des Aushangs selbst Mieter? Wenn die Kinder haben, könnte Cola am Abend einige lustige Nebenwirkungen haben. Am besten sowas wie Fritz! Cola oder Jolt Cola nehmen, da ist doppelt soviel Koffein drin.
herr axel - 12:21

kommt immer auf die musik an...^^

wort-wahl - 13:55

allerdings. beim musikantenstadel tät ich auch bitterböse hinweise ans schwarze brett hängen.

Spießer-Alarm

Oh nein!

Sie haben das Spießer-Nachbar-Los gezogen! Und dann auch noch das mit den "Zettel schreiben statt miteinander reden"-Nieten-Los.

Das hatte ich auch mal. In Bamberg. Wobei da glaub ich nur solche Leute wohnen...

Wenn die NAchbarn zu arg nerven einfach eine Woche pünktlich um 6:00 die Musik laut machen, um die Sinnlosigkeit dieser Regelung zu verdeutlichen.

Bedenken Sie aber die Mittagsruhe, die gibt es in solchen Gegenden auch...

wort-wahl - 13:57

ich war schätzungsweise noch nicht einmal mit dem netten hinweis gemeint. deswegen: erst mal keine racheakte.
trotzdem wurmt's mich, dass man hier in diesem haus nicht miteinander sprechen kann und stattdessen lieber zettel schreibt.
alles vollquarktschen hier.

Ha!

Diese Zettelschreiber sollten mal in meiner Wohnung wohnen, wo die Oma von nebenan sich scheißelaut Stalingrad ansieht und man das rattern der MGs klar genau so klar und deutlich versteht, wie jeden einzigen Dialog. Oder wo der junge Nachbar von unten auch um 23:15 Uhr noch die E-Gitarre auspackt und fleißig Lieder von den Red Hot Chili Peppers übt (ok, nichtmal schlecht!).

Mach´s wie Michl gemeint hat, fang um 06°° Uhr an, bis um 12°° Uhr und dann wieder von 14°° Uhr bis 22°° Uhr. Falls Du geeignete Musik brauchst, meld Dich einfach!

Lustig an dem Zettel finde ich noch, dass der Hinweis mit Textmarker hervorgehoben wird, dass die Feiglinge sich nicht mit Namen dazu bekommen und dass die "freundliche Bitte" mit drei(!!eins!!elf!) Ausrufezeichen unterstrichen wird.

Häng einfach einen Zettel drunter auf dem steht:

"Wir haben die Musik nur so laut, damit ihr uns nicht beim Ficken hört!" gez. R./W.

wort-wahl - 14:00

wie gesagt: schätzungsweise meinte der hinweis nicht uns. dennoch zum brüllen. ich fürchte, ich sehe mich gezwungen, auch einen zettel ans schwarze brett zu hängen:
"hallo, wir sind die neuen nachbarn. da wir bereits mitbekommen haben, dass in diesem haus nicht miteinander gesprochen wird, stellen wir uns auf diese weise vor und ersparen uns den lästigen smalltalk. übrigens: wir fühlen uns nur in äußerst seltenen fällen von anonymen meckerbriefen betroffen. herzlich, wir."
diGriz - 15:19

Mir fällt da gerade eine Geschichte aus der Illuminatus-Trilogie ein, wo einer offizielle Schilder modifiziert, z.B. "KEIN ANGESTELLTER VERLÄSST DAS GESCHOSS ODER GEHT ZUR TÜR OHNE GENEHMIGUNG VOM BOSS DAS MGT." Warum also nicht Schilder mit eigenen Anweisungen aufhängen?
Daniel (Invalid) (anonym) - 17:34

Also Frau Wortahl, gegen Smaltalk habt ihr doch mit Sicherheit nichts, naja und wer weiss was dort jeden, Abend so abgeht XX.

Vielleicht sinds auch Alte Leute die ihr ganzes leben gearbeitet; haben und sich nun zur Ruhe setzen.

What ever

p.s. ist aber mal wieder typisch landleben; in Berlin hab ich noch nicht solche Probleme gehabt
Kerze (anonym) - 14:10

Wie süß ^-^

Ich verstehe die Nachbarn sehr gut - in einer Bet-Truhe kann laute Musik die Verbindung zu Gott wirklich empfindlich stören.

wort-wahl - 09:53

äußerst empfindlich, da haben sie recht. ich probiere es heute abend vielleicht einfach mal mit meditationsmusik, vielleicht gefällt das den nachbarn ja besser.
Die Holde (anonym) - 14:30

Du machst mir Angst!
Hoffentlich haben wir nicht solche maulfaulen Nachbarn...
Oder welche mit so einem Gehör, dass ich mich nur noch mit dicken Socken durch die Wohnung rutschend fortbewegen kann...

wort-wahl - 09:55

ignoranz kann so schön sein, denk ich mir da. wer nicht reden kann, wird auch nicht gehört, dass ist ja auch in der politik so. und in der wirtschaft. und eigentlich überall. sogar an der uni. hihi!
Herr Wolf - 16:22

So lange da kein Absender und kein Adressat dasteht, ist das ja nur ein Stück Kunst, das bei Ihnen im Hausflur hängt.
Immerhin besser als bei uns, wir haben einen exhibitionsistischen Porzellanengel. Erstaunlicherweise macht die Mieterin von obendrüber aber auch immer die Musik, die vorher das halbe Haus zerlegt, Punkt 22 Uhr aus. Wahrscheinlich geht sie dann ins Bett zu ihrem Freund. Da ist es dann aber nicht ruhig.

Vielleicht leihen Sie mir den Zettel einfach mal aus?

wort-wahl - 09:56

ich würde ja gerne, herr wolf... nur leider ist der zettel auf seltsame art und weise kürzlich einfach verschwunden. und nicht durch meine hand, möchte ich betonen: ich war zu langsam.
Ungeist - 21:40

Interessantes U, ich kenne niemanden, der ein U mit zwei Strichen schreibt, witzig!

wort-wahl - 09:57

man möchte fast einen graphologen darauf ansetzen. was der wohl dazu sagen würde?

ich lach mich weg...! :D Aber die Tipps hier sind doch gar nicht schlecht... Mit der Zeit würde da sicher ein lustiges Zettel-Gespräch bei rauskommen.

wort-wahl - 09:57

dafür ist unsere haus-pinnwand nicht groß genug, fürchte ich. ^^

Kann ja nicht jeder das Glück haben, wie ich in einem quasi leeren Haus zu wohnen. *gg*

wort-wahl - 10:01

aha! wie wäre es mit wohnungstausch? ^^
harum-scarum (anonym) - 13:36

Die Hervorhebung finde ich doch sehr interessant gewählt...
wäre nicht "Bettruhe" und "leise" eine geeignetere Kombination?

wort-wahl - 10:03

mit der hier vorliegenden hervorhebung ging es dem verfasser wohl ausschließlich um laute musik - bohren und hämmern nach 22:00 uhr dagegen scheint geduldet zu werden. sollte ich mal ausprobieren. muhahar!
erdge schoss - 12:13

Musik bitte

leise drehen, liebes Fräulein wort-wahl? Ja, wohin denn? Zum Fenster, zur Badtür, zur Loggia? Unter solchen Bedingungen kann ich nicht arbeiten!

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

wort-wahl - 10:05

wertester, drehen sie die musik doch einfach zur wand zum nachbarn. aber leise, unbedingt.

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© Susanne Rudloff

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